FAQs ZUR GANZTAGSSCHULE

Was sind die Grundvoraussetzungen für eine Ganztagsschule?

Alle allgemeinbildenden Pflichtschulen (VS, Sonderschulen, NMS, Polytechnische Schulen) und die AHS-Unterstufe können als ganztägige Schulform geführt werden. Einen Rechtsanspruch auf die Einführung ganztägiger Betreuung haben Eltern an einer AHS-Unterstufe, wenn mindestens 10 Kinder für mindestens drei Tage die Woche angemeldet sind. In Pflichtschulen legen Landesgesetze fest, ab wann eine Nachmittagsbetreuung angeboten wird. Ab mindestens 15 Kindern haben Eltern einen Rechtsanspruch. Bei einer verschränkten Form besteht der Rechtsanspruch bei Zustimmung von mindestens zwei Drittel der Eltern und LehrerInnnen der betroffenen Klasse.

Wie können zusätzliche Klassen bzw. Gruppen an öffentlichen Pflichtschulen gefördert werden?

Wird ab dem Schuljahr 2017/18 erstmalig eine ganztägige Schulform geführt, können in den Schuljahren 2017/18 und 2018/19 für Klassen mit verschränkter Abfolge des Unterrichts- und Betreuungsteils und ab dem Schuljahr 2019/20 auch für zusätzliche Gruppen mit getrennter Abfolge des Unterrichts- und Betreuungsteils Zweckzuschüsse nach dem Bildungsinvestitionsgesetz (BIG) beantragt werden. 
Gleiches gilt für bereits bestehende Standorte mit ganztägigen Schulformen. Für die Einrichtung zusätzlicher Klassen ab dem Schuljahr 2017/18 in verschränkter Form bzw. ab dem Schuljahr 2019/20 auch von zusätzlichen Gruppen in getrennter Form können Zweckzuschüsse zur Verbesserung der schulischen Infrastrukturen und für Maßnahmen im Personalbereich beantragt werden.

Wird die Umwandlung von Gruppen in getrennter Form in Klassen mit verschränkter Form gefördert?

Ja, ab dem Schuljahr 2017/18 können Zweckzuschüsse zur Verbesserung der schulischen Infrastrukturen und für Maßnahmen im Personalbereich beantragt werden, wobei alle SchülerInnen dieser Klasse für die Betreuung während der ganzen Woche angemeldet sein müssen.

Gibt es eine Förderung, wenn eine außerschulische Betreuungseinrichtung (Hort) zugunsten einer ganztägigen Schulform aufgelassen wird?

Ja, unter der Voraussetzung, dass die ganztägige Schulform an einer öffentlichen allgemeinbildenden Schulform eingerichtet und der Hort komplett aufgelassen wird. Wenn die Umstellung schulstufenweise erfolgt, muss die komplette Auflassung spätestens nach vier Jahren erfolgt sein. Es muss weiters sichergestellt sein, dass die Förderungen außerschulischer Einrichtungen seitens des Landes generell nicht gekürzt oder eingestellt werden.

Wie werden außerschulische Betreuungsangebote an ganztägigen Schulformen in den Ferienzeiten gefördert?

Zweckzuschüsse nach dem Bildungsinvestitionsgesetz (BIG) sind nur für öffentliche allgemeinbildende Pflichtschulen ab dem Schuljahr 2017/18 möglich. Wird am Standort mit bestehender oder mit Mitteln des Bildungsinvestitionsgesetzes eingerichteter ganztägiger Schulform ein außerschulisches Angebot in den Ferienzeiten bzw. an einzelnen für schulfrei erklärten Tagen gesetzt, so können diese zu den Personalkosten beantragt werden. Die Voraussetzungen sind, dass am Standort bereits eine ganztägige Schulform besteht und die Betreuung durch qualifizierte Personen erfolgt. Mit den Personen müssen entweder gesonderte Verträge für diese Maßnahme abgeschlossen werden oder als Ergänzung im Rahmen bereits bestehender Jahresarbeitsverträge für die Freizeit der ganztägigen Schulform während des Unterrichtsjahres erfolgen.

Ab wann können Zweckzuschüsse aus dem Bildungsinvestitionsgesetz (BIG) beantragt werden?

Die Antragstellung ist erstmals für das Schuljahr 2017/18 möglich und erfolgt im Nachhinein zum Ende des Unterrichtsjahres, daher erstmals im Sommer 2018.
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